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Die Geschichte des Steinpapiers

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Die Geschichte des Steinpapiers
Unsere Geschichte beginnt nicht wie man es vermuten würde in den Regenwäldern der Erde, sondern in den zahlreichen Steinbrüchen und Minen Asiens. Mehr als 1/3 aller weltweit abgebauten Granite, Sandsteine, Marmore und Kalksteine stammen aus China. Und der Abbau und Einsatz dieses scheinbar unendlichen Materials steigt stetig.

Fassadenziegel, Küchenfliesen und Marmortische zählen zu den nachgefragten Endprodukten. Bei all der Nachfrage und Wachstum wird ein Aspekt von Produzenten weiter übersehen. Beim Abbau von Stein entstehen Unmengen an Rückständen, wie Kies und Schutt, für die die Industrie keine Verwendung hat. Und bevor man sich dem Problem stellte, versuchte man es lieber zu umgehen.

Bergbauingenieure haben gelernt, wie man Gesteinsabfälle erzeugt, die auf unbestimmte Zeit verweilen. Rückstände, die frei von selten Erden und Erzen sind, lagern ebenfalls für die Ewigkeit.
Der Schutt wird über große Entfernungen in angrenzende Regionen transportiert, wo man ihn in Dämme pumpt, oder aus Täler Berge entstehen lässt. Egal wo die Rückstände letztendlich enden, sie setzen sich ab und bleiben zurück - für alle Zeiten.

Auch heute noch geht die Erlaubnis, Steinbrüche zu betreiben immer noch damit einher, die Reste in der Landschaft zu entsorgen zu dürfen. Es ist Zeit, die offensichtliche Frage zu stellen:

 

Interessiert sich jemand für Schutt und Steine? 

 

„Würde es eine Lösung geben, die Geld einbringt, dann hätten wir das schon vor langer Zeit gemacht und jeder würde nun diesen Weg gehen.“ Diese Standard Antwort hat man bis vor einigen Jahren von allen Minenbetreibern oder Industrie Experten bekommen. Aber wie so häufig schauen Experten nicht gerne über den Tellerrand und bahnbrechende Veränderung kommen oft nicht von innen, sondern von außen. 1990 kam es dann zu einer einfachen aber entscheidenden Frage:

 

Können wir Papier herstellen, ohne dafür Bäume zu fällen?

 

12 Jahre lang wurde geforscht, bis man zu einer Lösung kam. Die neu erkundete Papierformel, verband 20% recycelten Plastik mit 80% Kalkstein und kam in der Produktion ohne den Einfluss von Bäumen, Wasser und Chemikalien aus. Und wären die Papierindustrie verzweifelt versuchte, für die aufkommende Digitalisierung eine Lösung zu finden, verfeinerten unsere Produzenten ihre  Steinpapierformel. Heute bieten Sie allen Minen im Umkreis die Möglichkeit, ihre Rückstände in hoch entwickeltes Papier umzuwandeln. Davon profitieren nicht nur Steinbrüche und Papierhersteller, sondern auch die Natur - in Form von Papier, das voll und ganz aus Abfallstoffen besteht. 

Heute, 20 Jahre später, ist Steinpapier in Asien allseits bekannt. Einkaufstüten in Taiwan, Kinderbfabeln in China. Auch in der Verpackungsindustrie wird Steinpapier vermehrt genutzt.  Auch Forscher sehen große Chancen des Materials bei der Lebensmittelverpackung. In Taiwan werden z.B schon Jogurtbecher und Milchkartons aus einer Steinpapiermischung produziert.

 

Ob es dazu auch in Europa kommen wird? 

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